Diagrammtypen der UML
Die Unified Modeling Language (UML) definiert verschiedene Diagrammtypen, mit denen sich software-intensive Systeme visualisieren, spezifizieren, entwickeln und dokumentieren lassen. Ein UML-Diagramm ist eine grafische Darstellung einer Gruppe semantisch zusammengehöriger Modellelemente und ihrer Beziehungen. Formal lassen sich diese Diagramme als Graphen auffassen, deren Knoten die Modellelemente und deren Kanten die Beziehungen repräsentieren.
UML-Diagramme lassen sich grob in zwei Hauptgruppen einteilen: Strukturdiagramme und Verhaltensdiagramme.
Strukturdiagramme
Strukturdiagramme beschreiben die statische Struktur eines Systems. Dazu gehören:
Klassendiagramme: Stellen eine Menge semantisch zusammengehöriger Klassen und ihrer Beziehungen dar. Sie liefern eine strukturelle Beschreibung des statischen Daten- bzw. Objektmodells.
Instanzdiagramme (auch Objektdiagramme): Zeigen eine Menge semantisch zusammengehöriger Objekt-Instanzen, ihren aktuellen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt und ihre Beziehungen. Sie bilden einen Schnappschuss des dynamischen Systemzustands zu einem definierten Laufzeitmoment ab.
Paketdiagramme: Bilden Pakete, deren Inhalte und deren Beziehungen ab. Sie dienen dazu, das Zielsystem in modulare Subsysteme zu unterteilen und deren Abhängigkeiten und Verknüpfungen zu verdeutlichen.
Kompositionsstrukturdiagramme: Veranschaulichen die innere Struktur eines komplexen Modellelements (z. B. komplexe Objekte, Komponenten oder Kollaborationen). Sie zeigen die interne Zusammenarbeit der Teile sowie die Kommunikation mit der Außenwelt über Ports.
Komponentendiagramme: Zeigen die innere Struktur einer Komponente und die Beziehungen (insbesondere Abhängigkeiten) zwischen Komponenten. Dabei werden die benötigten und bereitgestellten Schnittstellen der Komponenten einander zugeordnet.
Verteilungsdiagramme: Stellen die Hardware-Konfiguration dar, auf der das laufende Zielsystem eingesetzt wird, sowie die Verteilung von Software-Artefakten auf einzelne Knoten dieser Hardware-Konfiguration. Ein Knoten enthält in der Regel verschiedene Systemartefakte.